Brustkrebs - Biopsie Verfahren

Bei der Stanzbiopsie werden mithilfe von feinen Nadeln zylinderförmige Gewebeproben aus den betroffenen Brustbereichen entnommen, was meist nicht schmerzhaft ist. Können die Knoten allerdings nur mit der Mammographie entdeckt werden (und nicht zusätzlich durch Tasten oder Ultraschall), so ist es nötig, die Bereiche, die entnommen werden sollen, während der Stanzbiopsie erneut durch Mammographie zu lokalisieren. Hierdurch setzen sich die Frauen weiteren schädlichen Strahlungen aus. Das entnommene Gewebe wird dann histologisch auf Auffälligkeiten untersucht (http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.php?datei=patienten-info/mammakarzinom-diagnostik/stereotaktische_stanze.htm).

Es werden mindestens 3 Proben entnommen, damit die Chance erhöht wird, auch wirklich das befallene Gewebe zu erhalten. Die Spezifität liegt bei 92 bis 98 Prozent, das heißt, 2 bis 8 Prozent der erkrankten Frauen erhalten nach dieser Untersuchung das Ergebnis, es handle sich nicht um bösartige Tumoren (http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_operative-eingriffe-biopsie-der-brust_536.html). Dabei ist es besonders bei kleinen Tumoren möglich, dass das befallene Gewebe nicht getroffen wird, woraus sich falsch-negative Befunde ergeben. Hat die Frau wirklich Brustkrebs, so kann es außerdem in seltenen Fällen passieren, dass durch die Biopsie die Tumorzellen streuen.

Bei der Vakuumbiopsie wird eine etwas größere Nadel eingesetzt, so dass es an der Einstichstelle zu einer kleinen Narbe kommen kann. Es werden mindestens 20 Proben entnommen, bei kleinen Tumoren ist es sogar möglich, auf diese Weise das gesamte befallene Gewebe zu entfernen. Die Vakuumbiopsie ist wesentlich genauer als die Stanzbiopsie. Verschiedene Studien belegen eine fast 100-prozentige Treffsicherheit falsch-negativer Befunde. Lediglich in einem Fall wurde eine Frau, die an einem bösartigen Tumor litt, durch die Untersuchung als gesund entlassen (1 von insgesamt 2874 Frauen) (Kettritz U.: Stereotactic vacuum-assisted breast biopsy in 2874 patients: a multicenter study; Cancer. 2004; 100(2); S. 245-251).

Bei der offenen, operativen Biopsie, die vor allem bei unklaren Befunden und bei einem Austritt von Flüssigkeit aus der Brustwarze angewendet wird, muss der Frau zur Diagnose meist unter Vollnarkose Gewebe entnommen werden. Dabei birgt nicht nur die Narkose ein gewisses Risiko, auch bleiben so gut wie immer sichtbare Narben zurück.

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