Gleich nach Lungenkrebs ist durch Brustkrebs in Deutschland die zweithöchste Sterberate zu verzeichnen.

 

Zu den „modernen Medikamenten“ gehören zum Beispiel Histondeacetylase-Inhibitoren (HDAC-Inhibitoren). Ihre Funktion basiert auf ihrem Einfluss auf die Protein-Struktur des DNA-Strangs, wodurch bestimmte Gene aktiviert werden, die das Wachstum des Tumors hemmen.

 

Ganz ähnlich wirkt offenbar ein Extrakt aus der Pflanze Gonolobus condurango. Sie gehört der Familie der Asclepiadaceae an und ist weltweit in tropischen Regionen verbreitet. Ihre Rinde eignet sich beispielsweise bei Ernährungsstörungen, Speiseröhrenentzündungen oder Magengeschwüren als Heilmittel.

 

Allerdings wirkt der unverdünnte Extrakt stark toxisch. Aus diesem Grunde verwendeten die indischen Wissenschaftler einen hochpotenzierten Condurango-Extrakt. Damit konnten sie die dadurch induzierten genetischen Veränderungen nachweisen. Der Extrakt beeinflusste unter anderem ein bestimmtes Enzym, das aktiv an der Strukturänderung der DNA beteiligt ist und so das Tumorwachstum bei Gebärmutterhalskrebs hemmt.

 

Es ging nun darum, herauszufinden, ob und in welcher Weise unterschiedliche Potenzierungen von Condurango in Brustkrebszelllinien in die Strukturen des DNA-Strangs eingreifen. Dr. rer. nat. Beate Vajen arbeitet an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Sie befasst sich schon seit längerer Zeit mit den Mechanismen der HDAC-Inhibitoren. Anhand bereits veröffentlichter Daten konnte sie aufzeigen, dass HDAC-Inhibitoren Leberkrebszellen hemmen, indem sie tumorunterdrückende Gene, aber auch MicroRNAs aktivieren.

 

Die Carstens-Stiftung fördert nun ein Projekt, das die Effekte von Condurango auf die DNA-Struktur von Brustkrebszelllinien mit naturwissenschaftlich etablierten Methoden testet. Diese Experimente werden hoffentlich zur Aufklärung des Wirkmechanismus von Condurango beitragen und die optimale Konzentration des Mittels gerade mit Blick auf Brustkrebszelllinien offenlegen.

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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2023 erstellt.